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6. Jul. 2009

Sandra war drei Monate im Bereich Sozialwesen in Peru tätig:

„Bei meinem Auslandsaufenthalt habe ich eine von der deutschen komplett abweichende Kultur erwartet, ein armes Land mit einfachen Lebensbedingungen und ungewöhnlichem Klima (die Höhe). Die Erwartungen an mein Projekt waren hauptsächlich Neugierde: Ich war mir bewusst, dass es nicht ganz einfach wird, da dort ständig neue Volunteers kommen. Meine Hoffnung war, mit offenen Armen empfangen zu werden und meine Hilfe in der Arbeit mit den Kindern einzubringen.

Am Anfang muss man sich das Vertrauen jedoch erst einmal erarbeiten. Wenn das aber geschafft ist (man muss sehr viel Eigeninitiative zeigen), kann man sich sehr viel einbringen und die Hilfe wird sehr begrüßt.

Morgens habe ich von ca. 9:00 – 11:30 Uhr Englischunterricht für eine kleine Gruppe von 11-15jaehrigen Waisenkindern gegeben. Dann hatte ich Pause, die ich dazu genutzt habe, die kommenden Unterrichtsstunden oder auch die Nachmittage vorzubereiten. Nachmittags wurde ich i.d.R. in der Förderschule des Waisenhauses eingesetzt und habe dort den kleinen Kindern (4-10 Jahre) bei den Hausaufgaben geholfen, ihnen Schreiben beigebracht oder mit ihnen gemalt oder gepuzzelt. Das ging generell von 15:00 – 18:00 Uhr. Hin und wieder war ich auch in einem der acht Häuser eingesetzt und habe dort mehr oder weniger babygesittet, da nachmittags nur die Kleinen zu Hause waren und die Größeren in der Schule waren.

Die schönste und auch emotionalste Erfahrung war aber, den Kindern Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken und dadurch zum Lachen zu bringen und glücklich zu machen. Man merkt ganz klar, dass da niemand ist, der sie regelmäßig in den Arm nimmt und aufmuntert, lobt und motiviert. Die Kinder brauchen das ganz stark und es hat mich sehr glücklich und zufrieden gemacht, das geben zu können.

Abends bin ich immer mal wieder ausgegangen, was in Cusco ja sehr einfach ist. Durch die Sprachschule lernt man auch ungemein viele Leute kennen. Man geht ins Kino, etwas trinken oder geht Salsa tanzen. Fast alle nehmen an einer der Salsaschulen Salsaunterricht, was mir auch besonders viel Spaß gemacht hat.

Vermisst habe ich bei der Organisation des Aufenthalts rein gar nichts. Positiv überrascht war ich über die Weiterleitung der Sicherheitshinweise und die regelmäßige Betreuung. Das Team war immer ansprechbar und alles, was ich benötigt habe, wurde gut erledigt. Der Sprachkurs war klasse und ich hatte tolle Lehrer. Die Einführung war gut, wurde sehr sympathisch durchgeführt und es wurden einem gleich alle wichtigen Sachen in der Stadt gezeigt und man hat andere Neuankömmlinge kennengelernt.

Was ich an zukünftige Freiwillige gerne weitergeben würde: Auch wenn sie zuerst in ihren Projekten nicht gleich mit offenen Armen empfangen werden – dranbleiben und zeigen, dass man es ernst meint.“

Weitere Informationen zu diesem Projekt findest Du unter Freiwilligenarbeit in Peru.