Fragebogen von Silke Thiel
Zielland: Peru
Zeitraum: 05.10.2007 – 29.11.2007
Projektart: Sozialwesen
Welche Erwartungen hattest Du vor Deinem Abflug an Dein Auslandsjahr?
Ich wollte Spanisch lernen und ausserdem Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns. Und natürlich ein interessantes Land kennenlernen und dadurch meinen Horizont erweitern.
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2.) Dein Programm im Auslandsjahr
Wie hast du die Zeit in Deinem Projekt mit Freiwilligenarbeit empfunden?
super, genau nach meinen Vorstellungen
Warum?
Das Projekt gab mir die Möglichkeit, mich sehr intensiv mit den Kindern zu beschäftigen. Dazu gehörten Hausaufgaben machen, Englischunterricht geben sowie mit den Kleinsten spielen und malen. Die Tätigkeiten waren sehr abwechslungsreich und durch unterschiedliche Altersgruppen und sehr offene Kinder wurde es nie langweilig. Ausserdem hatte ich das Gefühl, den Kindern durch meine Mitarbeit helfen zu können, insbesondere durch den Englischunterricht, was meine erste Priorität für die Mitarbeit in einem Projekt war.
Wie hat Dir Deine Unterkunft im Auslandsjahr gefallen? gut
Wie gut hat Dir der Kurs gefallen? schlecht
Wie erfolgreich war der Kurs? mittel
Wie war Dein Tagesablauf im Auslandsjahr? Bitte beschreibe uns doch mal einen typischen Arbeitstag mit Freiwilligenarbeit.
Ich nahm gegen zwei den Bus und fuhr etwa 45min. in einen Vorort von Cusco. Um drei ging das Projekt los, meist erwarteten mich die Kinder schon vor dem Haus. Es handelt sich um eine kleine Hütte, die Tische, Stühle und ein paar Materialien zum Hausaufgaben machen und Spielen enthält. Dort habe ich zuerst mit den Älteren Hausaufgaben gemacht und anschließend mich mit den kleineren Kindern beschäftigt. Wir haben Spiele gespielt oder zusammen gemalt. Anschließend habe ich den Kindern Englischunterricht gegeben, was sie mir großer Begeisterung aufgenommen haben! Zum Abschied gabs noch Mate, der entweder von mir oder den anderen Lehrerinnen vorbereitet wurde. Gegen halb sechs mussten wir aufhören, da das Haus keinen Strom hat und es um diese Zeit zu dunkel wurde, um zu spielen oder zu lernen.
Welche Erfahrungen hast Du während Deinem Auslandsjahr gesammelt?
Mich haben die Kinder sehr beeindruckt. Sie sind sehr arm, aber haben dennoch eine Lebensfreude, von denen viele Europäer sich eine Scheibe abschneiden könnten.
Sie waren unglaublich offen und interessiert, wodurch wir uns sehr schnell angefreundet haben. Bemerkenswert fand ich auch die Begeisterung, mit der die Kinder am Englischunterricht teilgenommen haben. Dadurch hat die ganze Arbeit sehr viel Spaß gemacht, weil man den Kindern angemerkt hat, wie gut Ihnen die Aufmerksamkeit tut. Oft konnte man sie mit Kleinigkeiten begeistern, indem man z.B. mit ihnen gemalt hat oder ihnen einfach zugehört hat. Das war ein sehr schönes Gefühl, weil man zumindest ein paar Kindern durch die Mitarbeit helfen kann.
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3.) Deine Freizeit im Auslandsjahr
Wie war der Kontakt zu anderen Freiwilligen im Auslandsjahr? sehr gut
Wie war der Kontakt zu den Einheimischen im Auslandsjahr? mittel
Wie hat Dir das Land gefallen? sehr gut
Wie bist du mit der fremden Kultur zurechtgekommen? sehr gut
Welche Erfahrungen hast Du im Zusammenleben mit den Einheimischen im Auslandsjahr gemacht?
Da ich in dem Praktikantenhaus gewohnt habe, habe ich nicht mit Einheimischen zusammengelebt. Der Kontakt zu Peruanern beschränkte sich im Wesentlichen auf die Lehrerinnen in meinem Projekt und die Lehrer in der Sprachschule.
Generell hat mir die Mentalität sehr gut gefallen, da es sich meist um offene, sehr freundliche Menschen handelt.
Allerdings wurde ich von den Lehrerinnen in dem Projekt mehrfach aufgefordert, einiges einzukaufen. Was ich auch gemacht habe, da man schließlich unterstützen möchte. Es kam nie ein Dankeschön und sie wurden im Gegenteil immer fordernder. Ich hatte das Gefühl sie sehen mich wie eine reiche Millionärin, die in Deutschland noch nicht mal arbeiten geht. Da sollte unbedingt mal Aufklärung geleistet werden, weil selbstverständlich ist es schließlich nicht, dass wir finanzielle Unterstützung leisten, wir zahlen schließlich schon eine Menge Geld an die Organisation!
Was hast Du in Deiner Freizeit im Auslandsjahr unternommen? (z.b. abends, am Wochenende, mit anderen Freiwilligen)
In meiner Freizeit habe ich mich mit anderen Freiwilligen getroffen. Wir sind abends zusammen essen oder tanzen gegangen oder haben uns einfach nur im Praktikantenhaus zum quatschen getroffen. Am Wochenende haben wir fast immer Ausflüge gemacht, z.B. nach Machu Picchu oder an den Titicaca-See, was tolle Erlebnisse waren!
Was war der lustigste/schönste Moment in Deinem Auslandsjahr? (können auch mehrere gewesen sein!)
Mein schönster Moment war, als ich am zweiten Tage zum Projekt gekommen bin und einige Kinder mich ganz fest gedrückt haben, weil sie sich so gefreut haben, dass sich jemand um sie kümmert.
Sehr schön war auch nach ein paar Wochen zu merken, dass man sich schon ganz gut auf Spanisch unterhalten kann!
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4.) Deine Vorbereitung auf das Auslandsjahr
Wie schätzt Du die Arbeit von Praktikawelten ein?
Anfragen per E-Mail: sehr gut
Homepage: gut
Reiseunterlagen: gut
Telefonbriefing: gut
Erreichbarkeit bei Fragen und Problemen: sehr gut
Wie hast du die Informationen und Organisationen durch unsere Mitarbeiter in Deutschland empfunden?
Was hat Dir besonders gut gefallen oder was hast Du vermisst?
Die Organisation in Deutschland war sehr gut!
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5.) Dein Fazit
War es eine gute Entscheidung, solch ein Auslandsjahr zu machen?
Hat Dich Deine Freiwilligenarbeit weitergebracht?
Es war eine meiner besten Entscheidungen diesen Auslandsaufenthalt zu machen! Ich habe tolle Erfahrungen im Projekt gemacht und ein faszinierendes Land kennengelernt.
Das Team in Deutschland war wirklich super, im Vorfeld und auch als ich schon unterwegs war, an dieser Stelle nochmal großes Lob!
Hast du noch ein paar Tipps, die Du hinsichtlich Deiner Erfahrungen im Land bzw. im Projekt an zukünftige Freiwillige weitergeben möchtest?
Seid offen für eine andere Mentalität und Kultur und für ein Land, das ganz anders ist als Deutschland. Genau das ist es, was diese Erfahrung so spannend und interessant macht! Und reist so viel wie möglich, am WE und am besten noch im Anschluss an das Projekt!
Auslandsjahr-Veranstalter: Praktikawelten
