Auslandsjahr von Patrick Radmacher
Zielland: Indien
Zeitraum: 04.02.2008 – 28.04.2008
Projektart: Sozialwesen/unterr. Himachal/rajasthan
Welche Erwartungen hattest Du vor Deinem Abflug an Dein Auslandsjahr?
Eine völlig neuer Subkontinent, der sehr verschieden von unseren europäischen Normen ist, manches vielleicht angsterregend, manches wunderschön.
Ich habe mich auf Voluntäre aus aller Welt gefreut, mit denen ich meine Abende im Camp verbringen kann und mit denen ich Indien erkunden kann.
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2.) Dein Programm im Auslandsjahr
Wie hast du die Zeit in Deinem Projekt mit Freiwilligenarbeit empfunden?
super, genau nach meinen Vorstellungen
Warum?
Die beste Zeit meines Lebens, aber es hat nichts mit den Vorstellungen zu tun, die man sich vorher gemacht hat. Sie werden alle übertroffen.
Man kann einfach schwer beschreiben, warum Handteller große Spinnen und das Waschen mit einem Eimer lustig sind und einfach dazu gehören. Man lacht mehr als in seinem ganzen Leben und Teilt die Erfahrungen mit anderen. Ihr werdet die spannendsten Sachen erzählen können, von überfüllten Busfahrten und klettern im Himalaya, von Besuchen beim Dalai Lama und Tanzen auf Hochzeiten.
Wie hat Dir Deine Unterkunft im Auslandsjahr gefallen? gut
Wie war Dein Tagesablauf im Auslandsjahr? Bitte beschreibe uns doch mal einen typischen Arbeitstag mit Freiwilligenarbeit.
Der Tag beginnt mit dem Sprint zur Dusche (das heisst, dem Eimer) um 7.30.
8.30 ist das westliche Frühstück
zwischen 9.30 und 10.30 ist der Transport zum Arbeitsplatz
13.00 ist das indische Mittagessen
bis 4 habt ihr Gelegenheit, in die Stadt zu gehen oder im Camp Cricket oder Vollyball zu Spielen, oder einfach zu lesen
zwischen 3 und 4 ist der Transport zur afternoon work, in der ihr den Tag mit Spielen oder h
Hausbesuchen in den Familien ausklingen lasst
um 7 ist das Abendessen, das gemischt indisch und westlich ist
Freizeit bis 9.30, das heisst Material für den nächsten Tag vorbereiten, was aber schon mal bis 11.00 dauern kann. Ihr könnt aber auch Filme gucken oder euch die Zeit anders vertreiben.
9.30 ist der Transport zu den Schlafplätzen, wenn ihr nicht wie ich im Haupt-Camp untergebracht seid.
Welche Erfahrungen hast Du während Deines Freiwilligendienstes gesammelt?
Mehr als auf eine Seite passt, es ist einfach etwas, das man erleben muss.
Ich empfand es als Privileg, meine Zeit in Indien verbringen durfte, in dem ich Menschen helfe und Kinder zum Lachen und Spielen bringe.
Es ist viel Improvisation, aber am Ende wollt ihr keines Euer Kinder gehen lassen und sie ebenso wenig euch. Gute Beziehungen zu den Projektbegleitern und den Voluntären, mit denen ihr arbeitet gestaltet den Alltag während des Freiwilligendienstes sehr angenehm und lustig.
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3.) Deine Freizeit im Auslandsjahr
Wie war der Kontakt zu anderen Freiwilligen im Auslandsjahr? sehr gut
Wie war der Kontakt zu den Einheimischen im Auslandsjahr? gut
Wie hat Dir das Land gefallen? sehr gut
Wie bist du mit der fremden Kultur zurechtgekommen? gut
Welche Erfahrungen hast Du im Zusammenleben mit den Einheimischen im Auslandsjahr gemacht?
Ich persönlich empfand das alltägliche Verhalten und Zusammenleben mit den Einheimischen als sehr angenehm und erlebte die meisten Menschen als offenherzig und freundlich.
Sie wissen die Arbeit die ihr macht sehr zu schätzen, verstehen aber nicht, warum man Geld bezahlt, um andern helfen zu können. Das geht gegen ihre Grundsatzvorstellungen.
Die Ladenbesitzer in der Stadt freuen sich sehr über euch (nicht nur wegen eurem Geld) sondern auch weil sie ihren Familien erzählen können, das sie heute jemand neuen kennen gelernt haben. Bald werdet ihr zu Chai und Keksen eingeladen.
Was hast Du in Deiner Freizeit im Auslandsjahr unternommen? (z.b. abends, am Wochenende, mit anderen Freiwilligen)
Nach der Arbeit haben wir meistens in der Sonne entspannt oder Volleyball und Cricket gespielt (JEDER Inder spielt Cricket und erwartet, das ihr wenigstens die Regeln kennt, wenn ihr schon kein National-Cricket-Team habt, was als Sakrileg angesehen wird)
Was war der lustigste/schönste Moment in Deinem Auslandsjahr? (können auch mehrere gewesen sein!)
Die Zeit zwischen dem Eintreffen im Camp und der Abreise.
Spezifischer?
Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich mir den Sonnenuntergang im Himalaya mit Freunden, die ich dort gefunden habe, angesehen habe. Das war definitiv der entspannteste Moment und vielleicht auch der schönste während meines Aufenthalts.
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4.) Deine Vorbereitung auf das Auslandsjahr
Wie schätzt Du die Arbeit von Praktikawelten ein?
Anfragen per E-Mail: gut
Homepage: mittel
Reiseunterlagen: sehr gut
Telefonbriefing: gut
Erreichbarkeit bei Fragen und Problemen: sehr gut
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5.) Deine Betreuung im Zielland
Wie war die Betreuung während Deinem Auslandsjahr durch das Team vor Ort? gut
Warum?
Manche Inder sprechen eher gebrochenes Englisch, was zu zu lustigen Missverständnissen führt. Jeder macht seinen Job nach besten Wissen und Gewissen, was für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Sie gehen sehr offen mit euch um und haben selbst viel Spaß bei der Arbeit.
Wie war Deine Einführung in das Auslandsjahr durch das Team vor Ort?
Als ich im meinem Hotel auf die anderen Voluntäre und den Gruppenleiter getroffen sind, wusste ich, das es eine gute Zeit wird. Ich glaube, das spricht für sich und die Qualität der Einführung.
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6.) Dein Fazit zum Auslandsjahr
War es eine gute Entscheidung, solch ein Auslandsjahr zu machen?
Hat Dich Deine Freiwilligenarbeit weitergebracht?
Es ist eine der wenigen Entscheidungen, nach denen man absolut sicher ist, Ja, sie war genau richtig.
Man kommt einfach mit dem Gefühl wieder, das man nicht nur etwas gutes für andere Menschen auf der anderen Seite der Welt getan hat, sondern auch, das ihr dabei den Spaß und die Erfahrung eures Lebens gemacht habt.
Ich möchte Lehrer werden und die Arbeit mit Kindern in Indien hat mich darin nur bestärkt. Es ist unglaublich, wie einige Monate in einem Zweite-Welt land eure Einstellung zu den Ereignissen auf der Welt verändern. Ihr seht euer Land mit anderen Augen, genau so wie ihr andere Länder jetzt besser versteht. Die Welt wird etwas kleiner für euch, gerade, wenn ihr viele Freunde in anderen Ländern gefunden habt und sie wieder sehen werdet.
Hast du noch ein paar Tipps, die Du hinsichtlich Deiner Erfahrungen im Land bzw. im Projekt an zukünftige Freiwillige weitergeben möchtest?
Geht nicht, wenn ihr nicht mutig, offenherzig und weltenoffen seid. Ihr müsst einfach wissen, dass es nicht westliche Hotels sind, in denen ihr schlaft und das alles, was im ersten Moment vielleicht Überwindung oder Nerven kostet, am Ende eine super Geschichte und schöne oder lustige Erinnerungen abgibt (“ich kann nicht glauben, das ich DA geschlafen habe”,”rate, was ich in Indien gegessen habe”,”du wirst nicht glauben, was ich da erlebt habe”)
Auslandsjahr-Veranstalter: Praktikawelten
