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26. Jan. 2012

Johannes hat 2 Monate ein Praktikum im Kanada gemacht. Hier ist sein Erfahrungsbericht:

“Vor meinem Abflug habe ich mir das Land und die Arbeit aufregend und die Leute als sehr zuvorkommend vorgestellt. Und meine Zeit in Kanada war dann auch super und genau nach meinen Vorstellungen! Alle Leute, mit denen ich zu tun hatte, waren sehr zuvorkommend. Außerdem war das Land einfach spitze.

Während meines Praktikums habe ich Promotion für Touren durch Kanada und Partys in Vancouver gemacht und all diese Aufgaben haben mir sehr gut gefallen. Ich habe Berufserfahrung u.a. in der Organisation und in der Bereitstellung von Materialien sammeln können.

Mit der kanadischen Kultur bin ich sehr gut zurechtgekommen! Kanada ist einfach ein Traumland: wunderschön und die Menschen sind sehr, sehr freundlich.

In meiner Freizeit habe ich an den Wochenenden verschiedene Orte in Kanada besucht (was aber auch Teil meiner Arbeit war). Meine Antwort auf die Frage, was mein schönster Moment während meines Aufenthalts war würde den Rahmen hier jetzt sprengen, denn JEDE meine Erfahrungen vor Ort war einfach besonders und wunderschön.

Ich wurde sehr gut durch Praktikawelten beraten und vermisst habe ich bei der Organisation gar nichts. Man fühlte sich echt sehr gut aufgehoben und auch die Betreuung in Kanada war sehr gut.

Es war definitiv eine gute Entscheidung, diesen Auslandsaufenthalt gemacht zu haben und er hat mich auch auf jeden Fall weitergebracht!”

15. Jun. 2011

Melanie hat 2 Monate Freiwilligenarbeit in Costa Rica geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Ich habe vor meinem Abflug erwartet, dass ich ein neues Land, seine Leute und Kultur kennen lerne.

Von einer Freundin wusste ich bereits, dass Costa Rica sich durch eine wunderschöne Natur auszeichnet und ich habe mich sehr darauf gefreut, diese nun hautnah zu erleben.

Da ich Lehrerin werden möchte, wollte ich mir den Schulalltag in Costa Rica anschauen und habe aus diesem Grund das Unterrichtsprojekt gewählt. Ich war sehr gespannt, ob sich in der Art und Weise des Unterrichts starke Unterschiede zu dem in Deutschland zeigen würden. Außerdem war ich nicht sicher, wie viel Spanisch ich vor dem Projektbeginn lernen würde und wie ich mit dem Unterrichten in einer fremden Sprache zurechtkommen würde.

Die Zeit im Kindergarten war sehr interessant und lehrreich. Ich konnte im Kindergarten sehr gute Erfahrungen sammeln und den Kindergartenalltag mitgestalten.

Mein typischer Tagesablauf sah etwa so aus:

Um 7 Uhr war Kindergartenbeginn. Zunächst stand Englischunterricht auf dem Programm. Es wurden Lieder gesungen oder Spiele gemacht, an denen ich regelmäßig teilnahm.

Anschließend fand der Morgenkreis statt, in dessen Verlauf alle Kinder mit Namen aufgerufen wurden. Dies übernahm ich des Öfteren, was es mir erheblich erleichterte, mir die Namen zu merken.

Anschließend wurden meist Spiele gespielt. Ich half den Kindern beispielsweise beim Klettern, spielte mit ihnen Memory oder fangen, half bei Malen oder puzzelte mit ihnen.

Zum Frühstück gingen alle zusammen in den Essensraum der Schule. Dort gab es meist Cornflakes. Meine Aufgabe bestand hierbei darin, beim Austeilen der Schüsseln zu helfen und darauf zu achten, dass alle ihre Schüsseln aufaßen und nicht während des Essens aufstanden.

Anschließend fand Spanisch- oder Mathematikunterricht statt. Die Kinder übten Kopfrechnen, einzelne Buchstaben oder Silben zu lesen und einzelne Buchstaben oder Zahlen zu schreiben. Hierbei half ich den Kindern, die beim Schreiben noch Probleme aufwiesen.

Im Anschluss an den Unterricht fanden wiederum Spiele statt.

Gegen 12 Uhr endete der Arbeitstag für mich.

Ich arbeitete jeden Tag im Wechsel entweder von 7 bis 12 Uhr oder von 12 bis 17 Uhr.

Anfangs habe ich kaum etwas verstanden, da die Kinder sehr schnell gesprochen haben und die Wörter oft etwas veränderten. Mit der Zeit konnte ich mich allerdings immer besser verständigen.

Ich wurde sowohl von der Kindergärtnerin als auch von den Kindern sehr gut aufgenommen. Ich habe Unterschiede zu dem Kindergartenalltag in Deutschland festgestellt und ich hatte während der Zeit in meinem Projekt die Gelegenheit, den Nationalfeiertag mitzuerleben. Dieser wurde groß gefeiert. Morgens trafen sich alle Kinder auf dem Pausenhof der Schule um zusammen die Nationalhymne zu singen. Anschließend präsentierten alle Klassen ein einstudiertes Programm auf der Bühne. Es gab Tänze, Rollenspiele und Vorträge zu sehen. Abschließend nahm die gesamte Schule an einem Umzug durch teil. Sämtliche Schüler/innen und Kindergartenkinder waren in den Farben Costa Ricas (rot/weiß/blau) gekleidet. Den Nationalfeiertag hautnah mitzuerleben war eine super Erfahrung für mich.

Mit der Gastfreundschaft in Costa Rica habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Gastfamilie hat mir von Anfang an das Gefühl gegeben, zur Familie dazuzugehören und mir immer wieder gesagt, dass ich mich in ihrem Haus auch dementsprechend bewegen kann. Ich habe unter anderem mit meiner Gastmama einen Kurs besucht, in dem sie selbständig Ketten, Taschen, Ohrringe,…herstellt. Des Weiteren habe ich zusammen mit meiner Gastmama Freunde besucht. Alle haben mich herzlich empfangen und haben es mir ermöglicht, Einblicke in das typische Leben costa-ricanischer Familien zu werfen.

Die Kindergärtnerin Martha, mit der ich während meines Projektes zusammengearbeitet habe, war ebenfalls sehr gastfreundlich. Eines Tages fand abends im Kindergarten ein Fackelumzug statt. In der Zeit zwischen Kindergartenende und Umzug hat Martha mich zu ihr nach Hause eingeladen. Die Gespräche mit ihr und ihrer Tochter haben nicht unerheblich zur Verbesserung meiner Spanischkenntnisse beigetragen. Vor allem ihre Tochter war äußerst interessiert an deutschen Bräuchen und typischem deutschen Essen. Ziemlich geschockt waren beide, als sie erfahren haben, dass unser Nationalfeiertag kaum gefeiert wird, da dieser Tag in Costa Rica sehr wichtig ist.

Für den Nationalfeiertag, an dem ich mich blau weiß rot kleiden sollte, hat Martha mir ein rotes Tuch geschenkt. Von meiner Gastmama habe ich eine weiße Bluse bekommen, die sie letztendlich auch geschenkt hat, da sie ihr seit Jahren zu klein ist und mir perfekt gepasst hat.

In meiner Freizeit war ich viel unterwegs. Abends habe ich unter anderem mit meiner Gastfamilie Fernsehen geschaut, war mir anderen Teilnehmern in der Bar Malibu oder habe in meinem Reisetagebuch geschrieben.

An den freien Nachmittagen habe ich anfangs an der fruit class, am Kochkurs und am Tanzkurs teilgenommen. In den späteren Wochen habe ich Bungee Jumping gemacht, was absolut genial war, war in Heredia shoppen oder bei anderen Teilnehmern zu Hause zum DVD schauen.

An den Wochenenden war ich immer mit anderen Teilnehmern unterwegs. An den ersten beiden Wochenenden sind wir zusammen mit meinem Gastpapa gefahren, der sich sehr gut auskannte. Wir waren mit ihm in Manuel Antonio und in Puerto Viejo. An den weiteren Wochenenden waren wir in San Jose, am Vulkan Arenal, in Montezuma, in Monteverde, Tortuguero und am playa conchal. An den Wochenenden habe ich unglaublich viel vom Land gesehen und bin auch immer wieder ins Gespräch mit Menschen aus der ganzen Welt gekommen.

Ein sehr aufregender Moment während meines Aufenthalts war Bungee-Jumping. Wir sind zu 4. zu der Brücke gefahren worden, von der wir springen wollten. Ich bin als 4. gesprungen und war total aufgeregt. Es war total genial. Das Video, das ich von dem Sprung bekommen habe, schaue ich mir heute immer noch gerne an.

Telefonisch habe ich von Praktikawelten immer sehr freundliche und gute Informationen erhalten. Im Großen und Ganzen war ich mit der Arbeit von Praktikawelten zufrieden, sodass ich die Organisation im Anschluss an meinen Aufenthalt meiner Schwester weiterempfohlen habe, die nun im August mit Praktikawelten nach Peru fliegt.

Auch die Betreuung vor Ort fand ich gut.

Die Entscheidung, an dem Projekt teilzunehmen habe ich kein einziges Mal bereut. Ich habe tolle Erfahrungen gemacht mit einer fremden Kultur und einem fremden Land, die ich ohne die Teilnahme an einem Freiwilligenprogramm nicht gemacht hätte.

Zum Schluss noch ein paar Tipps von mir für zukünftige Freiwillige: Man sollte auf jeden Fall offen sein für neue Erfahrungen. Die Verhältnisse sind vielfach nicht mit dem Standard in Deutschland vergleichbar und auch kulturelle Gewohnheiten, was zum Beispiel das Essen betrifft, können sich stark unterscheiden.“