30. Jan. 2009
Auslandsjahr von Corinna Wagner
Zielland: Guatemala
Zeitraum: 26.09.2007 – 01.01.2008
Projektart: Wildlife
Welche Erwartungen hattest Du vor Deinem Abflug in Dein Auslandsjahr?
Als ich mich dazu entschlossen habe mit Praktikawelten nach Guatemala zu fliegen, war ich rundum positiv eingestellt und begeistert von der Vorstellung mal eine neue, ganz andere Kultur kennenzulernen und in das “Land des ewigen Frühlings” zu reisen, was auch wirklich notwenig war um meine Pläne vor den Skeptikern aus Familie und Freundeskreis zu verteidigen.
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2.) Dein Programm im Auslandsjahr
Wie hast du die Zeit in Deinem Projekt mit Freiwilligenarbeit empfunden?
super, genau nach meinen Vorstellungen
Warum?
Die Zeit dort war einfach ein Traum!
Soviel ich mir auch vorher Gedanken gemacht habe, mich erkundigt habe und versucht habe mir Guatemala vorzustellen – es wurde einfach in jeglicher Hinsicht übertroffen. “Nach meinen Vorstellungen” war es nicht – meine Vorstellungen kamen gegen das “wahre Guatemala” einfach gar nicht an!
Die Menschen und besonders meine Gastfamilie waren super lieb zu mir!
Aber auch andere Menschen waren sehr nett zu mir, Vilma natürlich, meine “Lehrerin” Antonia in der Schule genauso… Wir haben soviel gelacht und uns ausgetauscht über die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen und waren oft sehr verwundert über das unterschiedliche Leben.
Im Wildlife-Projekt hab ich mich ebenso unglaublich wohl gefühlt!
Die Arbeit hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn man wirklich zupacken musste, man dreckig wurde und es teilweise wirklich anstrengend war. Aber es wurde trotz wechselnder Freiwilligen immer miteinander gearbeitet, sich gegenseitig geholfen und die Atmosphäre war einfach super!
Ich hab wirklich viel von der dortigen Tierwelt sehen und erfahren dürfen und habe viel gelernt! Wohl auch dadurch, dass man den Tieren doch näher war als gedacht! Besonders da auch Babyaffen zu versorgen waren, mit denen man dann doch sehr viel Zeit verbracht hat und ich auch bei einer OP dabei sein durfte.
Uns wurde auch recht viel Verantwortung übertragen und ich bin jeden Morgen mit Freude zum Füttern und Saubermachen gegangen.
Wie hat Dir Deine Unterkunft im Auslandsjahr gefallen? sehr gut
Wie gut hat Dir der Kurs im Auslandsjahr gefallen? sehr gut
Wie erfolgreich war der Kurs? gut
Wie war Dein Tagesablauf im Auslandsjahr? Bitte beschreibe uns doch mal einen typischen Arbeitstag mit Freiwilligenarbeit.
In der Station fing der Tag recht früh an.. Um 7 Uhr wurde sich in der Regel in der Quarantänestation getroffen, ein Blick in den Arbeitsplan geworfen und dann wurden die zugewiesenen Käfige gründlich gesäubert und die Tiere gefüttert. Es kam darauf an, wie viele Freiwillige vor Ort waren, dementsprechend mehr oder weniger Zeit brauchte man für die Arbeiten.
Zwischen 8 und 9 Uhr gab es dann Frühstück für uns. Die benötigte Stärkung für die kommenden Arbeiten.
Um 11 war dann noch mal antreten in der Quarantäne angesagt – in den meisten Käfigen wurde dann das restliche Futter rausgeholt und noch mal geputzt, Futterschüsseln geschrubbt und regelmäßig desinfiziert, manchmal noch kleinere Dinge wie Handtücherwaschen etc…
- meist war man um halb 1 fertig und hat dann noch ein bisschen gequatscht, meine Familie hat dann gerne mal angerufen…
Welche Erfahrungen hast Du während Deiner Freiwilligenarbeit gesammelt?
In allererster Linie bin ich durch den Aufenthalt dort in Guatemala viel selbstbewusster geworden!
Ich bin allein durch Guatemala gereist, habe viele Dinge dort selbst organisiert, viele neue Dinge gesehn und erlebt und vieles Neues ausprobiert und bin einfach mal ein Wagnis eingegangen.
Es sind teilweise die einfachen Momente an die ich immer wieder denke! In einer lustigen Runde irgendwo zu sitzen, Bananen oder Kokosnüsse vom Baum zu essen, angeregte Gespräche zu führen und mehr braucht man in so einem Moment wirklich nicht….
Ich hab versucht mich anzupassen und es ist mir, meiner Meinung nach, auch gut gelungen, hab verzichtet und dabei soviel zurückbekommen an positiver Resonanz auf meine eigene Persönlichkeit…
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3.) Deine Freizeit im Auslandsjahr
Wie war der Kontakt zu anderen Freiwilligen im Auslandsjahr? sehr gut
Wie war der Kontakt zu den Einheimischen im Auslandsjahr? gut
Wie hat Dir das Land gefallen? sehr gut
Wie bist du mit der fremden Kultur zurechtgekommen? sehr gut
Welche Erfahrungen hast Du im Zusammenleben mit den Einheimischen gemacht?
Im Allgemeinen wurde ich dort sehr herzlich aufgenommen und man ist mir entgegen gekommen wo es nur möglich war.
Grad die Menschen dort machen diesen Aufenthalt zu einem ganz besonderen Erlebnis, indem sie mir die Möglichkeit gaben an ihrem Leben irgendwo teilzuhaben und es kennen zu lernen. Die Gespräche haben mich am meisten beeindruckt und haben mich wohl auch am meisten beeinflusst.
Die unterschiedlichen Arten sein Leben zu führen und der Austausch darüber- eine ganz andere Mentalität mit doch anderen Werten.
Und nach meinem Empfinden fast immer gut gelaunt – unglaublich!
Was hast Du in Deiner Freizeit im Auslandsjahr unternommen? (z.b. abends, am Wochenende, mit anderen Freiwilligen)
Ich war eigentlich ständig unterwegs und hab mir fast alles angeschaut!
Die Angebote aus der Schule waren oft eine schöne Abwechslung…
- eine Tour auf den Pacaya (Vulkan)
- ein Besuch des Jademuseums
- ein Besuch der “Bombenfabrik”
- ein Ausflug zum Aussichtspunkt “Cerro de la Cruz”
- ein Salsa-Kurs
und noch viel mehr… es wurde eigentlich jeden Tag etwas angeboten!
Was war der lustigste/schönste Moment in Deinem Auslandsjahr? (können auch mehrere gewesen sein!)
Es gab dort soooo viele wunderschöne Momente.
Ein Moment den ich wohl nie vergessen werde, ist wohl mein erster Morgen in Guatemala bei meiner Gastfamilie.
Ich konnte nun vielleicht 10 Worte Spanisch und hab meine Gastmutter, auch weil ich so nervös war, gar nicht verstanden und wusste weder ein noch aus… Nach der langen Reise und der sehr kurzen Nacht lagen meine Nerven einfach blank, dass mir die Tränen in die Augen geschossen sind und ich mich in meinem Zimmer aufs Bett gesetzt habe. Meine Gastmutter hat das mitbekommen und kam in mein Zimmer und hat mich einfach in den Arm genommen. In dem Moment wusste ich für mich, dass ich dort herzlich willkommen bin und hab mich wohlgefühlt und wusste, dass ich in Guatemala immer eine Anlaufstelle haben werde und es eine tolle Zeit wird.
Ebenso unvergessliche Momente waren es, wenn man von der Natur einfach überwältigt wurde.
Grade der Vulkan bzw. die Lava wird mir da in Erinnerung bleiben, weil er die Belohung für einen sehr schwierigen Aufstieg war….
Klitschnass, stolz und dann die Hitze der Lava, die einen innerhalb kürzester Zeit getrocknet hat und das Gefühl wie die Lava selbst die riesigen Gesteinbrocken auf denen man steht, bewegt.
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4.) Deine Vorbereitung auf das Auslandsjahr
Wie schätzt Du die Arbeit von Praktikawelten ein?
Anfragen per E-Mail: sehr gut
Homepage: gut
Reiseunterlagen: gut
Telefonbriefing: mittel
Erreichbarkeit bei Fragen und Problemen: sehr gut
Wie hast du die Informationen und Organisationen durch unsere Mitarbeiter in Deutschland empfunden?
Was hat Dir besonders gut gefallen oder was hast Du vermisst?
Die zusammengestellten Informationen fand ich wirklich sehr hilfreich und auch das Telefonbriefing hat mir gut gefallen, obwohl es für mich besser gewesen wäre, wenn ich die schriftlichen Informationen schon vorher gehabt hätte, da so vieles doppelt erklärt wurde und ich bei der Durchsicht der Informationen weitere Fragen bekam, wofür ich dann noch mal anrufen musste und demnach auch Ihnen einen mehrfachen Arbeitsaufwand zugemutet habe.
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5.) Deine Betreuung im Zielland
Wie war die Betreuung während Deinem Auslandsjahr durch das Team vor Ort? gut
Warum?
Sowohl Vilma als auch die Angestellten von Arcas haben sich wirklich wunderbar um mich gekümmert und ich bin rundum zufrieden.
Wie war Deine Einführung in das Auslandsjahr durch das Team vor Ort?
Vilma hat mich am ersten Tag nach der Schule nach Hause gebracht und mir die wichtigsten Stellen Antiguas gezeigt. Der Einführungsrundgang der Schule ist nur an einem Tag, was aber nicht schlimm war, da die anderen Freiwilligen mir alles Notwendige gezeigt haben. Ich hatte keine Probleme mich zurecht zu finden.
Als ich am ersten Tag in die Schule kam, hat meine Lehrerin sich direkt um mich gekümmert und ich war absolut zufrieden.
Allein nach Flores fahren war auch absolut in Ordnung und mit Vilmas Skizze hab ich auch die Bootsstelle ohne Probleme gefunden.
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6.) Dein Fazit zum Auslandsjahr
War es eine gute Entscheidung, solch ein Auslandsjahr zu machen?
Hat Dich Deine Freiwilligenarbeit weitergebracht?
Es war die beste Entscheidung die ich überhaupt treffen konnte!
Ich hab für mich soviel gelernt und so viele Erfahrungen gemacht von denen ich noch ganz, ganz lange zehren werd!
Es war eine unheimlich schöne Zeit, die ich nie vergessen werde…
Der Aufenthalt war sowohl gut für mein Selbstbewusstsein, als auch für mein Selbstvertrauen und hat mir eine ganz andere Sicht auf unser tägliches Leben zuhause vermittelt.
Den Luxus den wir haben und oft nicht mehr zu schätzen wissen und dass manchmal ganz andere Dinge wichtig sind, dass das einfache Leben auch seinen Reiz und seine Vorteile hat.
Hast du noch ein paar Tipps, die Du hinsichtlich Deiner Erfahrungen im Land bzw. im Projekt an zukünftige Freiwillige weitergeben möchtest?
Bei mir hat es sich bewiesen die Ratschläge der Einheimischen anzunehmen und ansonsten ganz offen an alles heranzugehen und alles auszuprobieren.
Guckt euch Guatemala an, reist herum soweit es euch möglich ist und nehmt die Angebote wahr.
Offenheit und Freundlichkeit öffnen einem fast alle Türen und dann wurde mir auch geholfen, wo ich denn Hilfe brauchte. Und ein Gespräch lohnt sich immer! Sich mit den Menschen dort auszutauschen und deren Sicht nachzuvollziehen lohnt sich!
Auslandsjahr- Veranstalter: Praktikawelten