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15. Jun. 2011

Melanie hat 2 Monate Freiwilligenarbeit in Costa Rica geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Ich habe vor meinem Abflug erwartet, dass ich ein neues Land, seine Leute und Kultur kennen lerne.

Von einer Freundin wusste ich bereits, dass Costa Rica sich durch eine wunderschöne Natur auszeichnet und ich habe mich sehr darauf gefreut, diese nun hautnah zu erleben.

Da ich Lehrerin werden möchte, wollte ich mir den Schulalltag in Costa Rica anschauen und habe aus diesem Grund das Unterrichtsprojekt gewählt. Ich war sehr gespannt, ob sich in der Art und Weise des Unterrichts starke Unterschiede zu dem in Deutschland zeigen würden. Außerdem war ich nicht sicher, wie viel Spanisch ich vor dem Projektbeginn lernen würde und wie ich mit dem Unterrichten in einer fremden Sprache zurechtkommen würde.

Die Zeit im Kindergarten war sehr interessant und lehrreich. Ich konnte im Kindergarten sehr gute Erfahrungen sammeln und den Kindergartenalltag mitgestalten.

Mein typischer Tagesablauf sah etwa so aus:

Um 7 Uhr war Kindergartenbeginn. Zunächst stand Englischunterricht auf dem Programm. Es wurden Lieder gesungen oder Spiele gemacht, an denen ich regelmäßig teilnahm.

Anschließend fand der Morgenkreis statt, in dessen Verlauf alle Kinder mit Namen aufgerufen wurden. Dies übernahm ich des Öfteren, was es mir erheblich erleichterte, mir die Namen zu merken.

Anschließend wurden meist Spiele gespielt. Ich half den Kindern beispielsweise beim Klettern, spielte mit ihnen Memory oder fangen, half bei Malen oder puzzelte mit ihnen.

Zum Frühstück gingen alle zusammen in den Essensraum der Schule. Dort gab es meist Cornflakes. Meine Aufgabe bestand hierbei darin, beim Austeilen der Schüsseln zu helfen und darauf zu achten, dass alle ihre Schüsseln aufaßen und nicht während des Essens aufstanden.

Anschließend fand Spanisch- oder Mathematikunterricht statt. Die Kinder übten Kopfrechnen, einzelne Buchstaben oder Silben zu lesen und einzelne Buchstaben oder Zahlen zu schreiben. Hierbei half ich den Kindern, die beim Schreiben noch Probleme aufwiesen.

Im Anschluss an den Unterricht fanden wiederum Spiele statt.

Gegen 12 Uhr endete der Arbeitstag für mich.

Ich arbeitete jeden Tag im Wechsel entweder von 7 bis 12 Uhr oder von 12 bis 17 Uhr.

Anfangs habe ich kaum etwas verstanden, da die Kinder sehr schnell gesprochen haben und die Wörter oft etwas veränderten. Mit der Zeit konnte ich mich allerdings immer besser verständigen.

Ich wurde sowohl von der Kindergärtnerin als auch von den Kindern sehr gut aufgenommen. Ich habe Unterschiede zu dem Kindergartenalltag in Deutschland festgestellt und ich hatte während der Zeit in meinem Projekt die Gelegenheit, den Nationalfeiertag mitzuerleben. Dieser wurde groß gefeiert. Morgens trafen sich alle Kinder auf dem Pausenhof der Schule um zusammen die Nationalhymne zu singen. Anschließend präsentierten alle Klassen ein einstudiertes Programm auf der Bühne. Es gab Tänze, Rollenspiele und Vorträge zu sehen. Abschließend nahm die gesamte Schule an einem Umzug durch teil. Sämtliche Schüler/innen und Kindergartenkinder waren in den Farben Costa Ricas (rot/weiß/blau) gekleidet. Den Nationalfeiertag hautnah mitzuerleben war eine super Erfahrung für mich.

Mit der Gastfreundschaft in Costa Rica habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Gastfamilie hat mir von Anfang an das Gefühl gegeben, zur Familie dazuzugehören und mir immer wieder gesagt, dass ich mich in ihrem Haus auch dementsprechend bewegen kann. Ich habe unter anderem mit meiner Gastmama einen Kurs besucht, in dem sie selbständig Ketten, Taschen, Ohrringe,…herstellt. Des Weiteren habe ich zusammen mit meiner Gastmama Freunde besucht. Alle haben mich herzlich empfangen und haben es mir ermöglicht, Einblicke in das typische Leben costa-ricanischer Familien zu werfen.

Die Kindergärtnerin Martha, mit der ich während meines Projektes zusammengearbeitet habe, war ebenfalls sehr gastfreundlich. Eines Tages fand abends im Kindergarten ein Fackelumzug statt. In der Zeit zwischen Kindergartenende und Umzug hat Martha mich zu ihr nach Hause eingeladen. Die Gespräche mit ihr und ihrer Tochter haben nicht unerheblich zur Verbesserung meiner Spanischkenntnisse beigetragen. Vor allem ihre Tochter war äußerst interessiert an deutschen Bräuchen und typischem deutschen Essen. Ziemlich geschockt waren beide, als sie erfahren haben, dass unser Nationalfeiertag kaum gefeiert wird, da dieser Tag in Costa Rica sehr wichtig ist.

Für den Nationalfeiertag, an dem ich mich blau weiß rot kleiden sollte, hat Martha mir ein rotes Tuch geschenkt. Von meiner Gastmama habe ich eine weiße Bluse bekommen, die sie letztendlich auch geschenkt hat, da sie ihr seit Jahren zu klein ist und mir perfekt gepasst hat.

In meiner Freizeit war ich viel unterwegs. Abends habe ich unter anderem mit meiner Gastfamilie Fernsehen geschaut, war mir anderen Teilnehmern in der Bar Malibu oder habe in meinem Reisetagebuch geschrieben.

An den freien Nachmittagen habe ich anfangs an der fruit class, am Kochkurs und am Tanzkurs teilgenommen. In den späteren Wochen habe ich Bungee Jumping gemacht, was absolut genial war, war in Heredia shoppen oder bei anderen Teilnehmern zu Hause zum DVD schauen.

An den Wochenenden war ich immer mit anderen Teilnehmern unterwegs. An den ersten beiden Wochenenden sind wir zusammen mit meinem Gastpapa gefahren, der sich sehr gut auskannte. Wir waren mit ihm in Manuel Antonio und in Puerto Viejo. An den weiteren Wochenenden waren wir in San Jose, am Vulkan Arenal, in Montezuma, in Monteverde, Tortuguero und am playa conchal. An den Wochenenden habe ich unglaublich viel vom Land gesehen und bin auch immer wieder ins Gespräch mit Menschen aus der ganzen Welt gekommen.

Ein sehr aufregender Moment während meines Aufenthalts war Bungee-Jumping. Wir sind zu 4. zu der Brücke gefahren worden, von der wir springen wollten. Ich bin als 4. gesprungen und war total aufgeregt. Es war total genial. Das Video, das ich von dem Sprung bekommen habe, schaue ich mir heute immer noch gerne an.

Telefonisch habe ich von Praktikawelten immer sehr freundliche und gute Informationen erhalten. Im Großen und Ganzen war ich mit der Arbeit von Praktikawelten zufrieden, sodass ich die Organisation im Anschluss an meinen Aufenthalt meiner Schwester weiterempfohlen habe, die nun im August mit Praktikawelten nach Peru fliegt.

Auch die Betreuung vor Ort fand ich gut.

Die Entscheidung, an dem Projekt teilzunehmen habe ich kein einziges Mal bereut. Ich habe tolle Erfahrungen gemacht mit einer fremden Kultur und einem fremden Land, die ich ohne die Teilnahme an einem Freiwilligenprogramm nicht gemacht hätte.

Zum Schluss noch ein paar Tipps von mir für zukünftige Freiwillige: Man sollte auf jeden Fall offen sein für neue Erfahrungen. Die Verhältnisse sind vielfach nicht mit dem Standard in Deutschland vergleichbar und auch kulturelle Gewohnheiten, was zum Beispiel das Essen betrifft, können sich stark unterscheiden.“

9. Jun. 2011

Klarissa hat 2 Monate Freiwilligenarbeit im Projekt Sozialarbeit in Ghana geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht.

„Vor dem Abflug hatte ich keine konkreten Vorstellungen. Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf, aber ich wusste nicht, was mich letztendlich dann erwarten würde.

Man hat sehr viele Gedanken anfangs…aber wenn man dann die Realität in Ghana sieht ist man erstaunt, wie anders es eigentlich ist. Die Erziehung, die Hygienestandards, das Essen, die Mentalität…all das kann man in einem Katalog gar nicht beschreiben, sodass wir es uns genauso vorstellen hätten können, wie es dann wirklich war. Aber ich war fasziniert…

Mir hat meine Unterkunft sehr gut gefallen und mein typischer Tagesablauf sah in etwa so aus:

07:00 Uhr Aufstehen und Glück haben, dass man gleich einen Platz im Bad bekommt, das wir zu acht genutzt haben.

07:30 Uhr gemütliches Frühstück auf der Terrasse und Plaudern mit den anderen Mädels

08:30 Uhr Los gehts zum Projekt, erst mit dem Tro Tro, dann 15 Minute zu Fuß

09:00 Uhr Projekt – Kinder beschäftigen, spielen oder auch trösten

12:30 Uhr Fußmarsch zurück vom Projekt, anschließend Tro Tro Fahrt

13:00 Uhr verschwitzt im Haus angekommen und erst mal erfrischen

bis 14:00 Uhr gemeinsam Kochen oder irgendwas Essbares auf der Straße kaufen

14:30 Uhr Freizeitstress – zum Circle oder Kaneshie einkaufen gehen, an den Strand fahren, Einkäufe erledigen, Wäsche waschen

18:00 Uhr zum Maisstand laufen und einen Mais bestellen, gemeinsam kochen, im Internetcafe sitzen oder duschen

19:00 Uhr den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen, Besuch des Africa Aerobics, Gospel Chor, Salsa Tanzen.

21:00 Uhr Schlafen gehen, man wird es nicht glauben, aber in Ghana gehen alle Mädels im Haus so früh ins Bett.

Während der Arbeit konnte ich die unterschiedlichen Lebensweisen zweier Länder kennenlernen. Der Kontakt zu den Einheimischen wie auch zu den anderen Freiwilligen war sehr gut und ich konnte ganz schöne Erfahrungen sammeln, sodass man jederzeit wieder in das Land möchte.

In meiner Freizeit habe ich viel unternommen, also beispielsweise Gospel Chor, Salsa Tanzen, Internetcafe, Fitness Studio (Africa Aerobic), Einkaufen auf den Märkten, Wochenendausflüge an verschiedene Strände mit Übernachtung in Strohhütten, Nationalparks und Wasserfälle besucht, Bergsteigen auf den Shai Hills, Tiere beobachtet, Kleidung nähen lassen

Mein schönster Moment war das Salsa tanzen mit den Einheimischen an einem Freitagabend im Liberty Hotel.

Betreut wurde ich sehr gut, es war eine optimale Organisation. Sehr nette Mädels am Telefon! Vor Ort fand ich die wöchentlichen Meetings im Praktikawelten-Haus mit den Programmkoordinatoren besonders gut. Super war auch die deutsche Frau, die uns bei Problemen half, die auf Englisch nur schwer zu erklären waren.

Für mich war es die beste Entscheidung aller Zeiten!!! Zukünftigen Teilnehmern möchte ich noch das mit auf den Weg geben: Nicht gleich in den ersten Tagen aufgeben, sondern sich eine Eingewöhnungsphase zugestehen. Der eine braucht nur einen Tag, der andere eben zwei Wochen. Bei mir hat es nach dem 3. Tag “klick” gemacht und die Zeit dort habe ich sehr genossen.“