Jennifer Kotin hat auf den Glapagos Inseln in Chile Freiwilligenarbeit im Bereich Umweltschutz geleistet. Hier Kannst du nachlesen welche Erfahrungen Jennifer während ihres Auslandjahres gemacht hat:
“Ich habe mir das Land ziemlich so vorgestellt, wie es dann auch war. Die Leute sind freundlich und offen, alles ist am Anfang noch etwas ungewohnt, aber von einem Kulturschock kann ich auf keinen Fall sprechen.
Meine Arbeit auf den Galapagos Inseln war sehr angenehm und gut eingeteilt. Man hatte mir gesagt, dass es körperlich sehr anstrengend sei und ich auf jeden Fall Gewicht verlieren würde, aber meiner Meinung nach ist das übertrieben. Die Arbeit war genau richtig für uns, nicht zu schwer und auch nicht zu easy-going. Ich war sehr positiv von der Abwechslung der Arbeit überrascht, wir mussten nicht nur Mora hacken, sondern hatten auch mal Küchendienst, mussten in der Produktion, auf dem Vulkan oder in der Galapagera arbeiten.
Das Essen war auch sehr lecker, ganz anders als ich es mir vorgestellt hatt. Es gab nicht nur Reis sondern sehr viel Abwechslungreiches.
Die Zeit während meines Programmes entsprach genau meinen Vorstellungen.
Der Sprachunterricht in Quito war einfach toll, weil wir eine Dreiergruppe waren, eine super Lehrerin hatten und obwohl der Umgang sehr locker war, wir viel und effektiv Spanisch lernen konnten.
Mit meinem Apartment war auch alles in bester Ordnung und ich habe es geschätzt mit Janeth und ihrer Tochter zusammen wohnen zu dürfen, um doch noch etwas mehr Spanisch und Tipps aufschnappen zu können.
Auf San Cristobal hat mir die ganze Atmosphäre gefallen, denn es war alles sehr einfach und doch war das Nötigste vorhanden. Ich hatte nie Probleme und wenn es Fragen gab, wurden sie mir immer von den Coordinators zufriedenstellend beantwortet.
Morgens sind wir kurz vor sieben Uhr aufgestanden (wenn man Küchendienst hatte, dann kurz vor 6), denn pünktlich um 7 Uhr gab es Frühstück. Nach einem leckeren Essen hatten wir noch Zeit uns fertig zu machen und Arbeitsklamotten anzulegen, bis es dann um 8 Uhr mit der Arbeit losging. Die Coordinators sagten uns dann, was unsere Arbeit für heute sein wird, bis es dann von 10 Uhr bis halb 11 eine Pause mit frischem Orangensaft oder einem kleinen Snack gab. Danach arbeiteten wir weiter bis zum Mittagessen. Bis um 2 Uhr hatten wir dann Pause, in der wir unsere Zeit im alten Haus mit Musik hören, unterhalten, etc. verbrachten.
Schliesslich war die nächste Schicht von 14 Uhr bis 16 Uhr (meistens eine neue Arbeit) und danach war endgültig frei. Nach einer Dusche und Freizeit, gab es wieder pünktlich um 18 Uhr Essen. Je nachdem wie viele Volunteers auf der Station waren, hatte man öfters oder seltener Küchendienst. Abends spielten wir meistens Karten oder gingen noch in die Bar.
Die Arbeit war immer unterschiedlich. Neben dem klassischen Mora ausrotten, gab es auch noch das Sammeln und Sähen von Samen, Ernten von Obst und Gemüse, Arbeit auf dem Vulkan oder der Schildkrötenstation oder auch Arbeit mit Zement.
Mir hat alles sehr viel Spass gemacht und durch die Abwechslung wurde mir auch nie langweilig.
Auch der Küchendienst hat mir gut gefallen, der meistens aus dem Auspressen von Orangen bestand.
Während meines Auslandsjahres konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln. Zum Beispiel war es wichtig zu sehen, wie es ist täglich körperliche Arbeit zu verrichten. Ich bin das als Studentin nicht gewohnt und es hat mir sehr gut getan, denn ansonsten sitz ich nur den ganzen Tag.
Auch wenn es manchmal hart war, bin ich froh, die Arbeit stets durchgezogen zu haben und dass ich nie aufgegeben habe. Das hat meinen WIllen und Ehrgeiz, Dinge zu erreichen, gefestigt.
Ausserdem gewöhnt man sich an die Situation, ständig unter Leuten zu sein und nie für sich sein zu können.
Unter anderem ist es auch eine Erfahrung immer mit schmutzigen Klamotten rumlaufen zu müssen und nicht immer eine warme Dusche zu haben. Wir hatten nur einen kleinen Spiegel und das Äusserliche wird auf einmal nicht mehr so wichtig. Es ist schön, sich nicht mehr um die unwichtigen Probleme des Alltags kümmern zu müssen und einfach mal 3 Wochen ungeschminkt und nicht immer ganz sauber durch die Welt gehen zu dürfen!
Der Kontakt zu anderen Teilnehmern im Projekt wie auch zu den Einheimischen war sehr gut. Auch mit der Bevölkerung und der Kultur habe ich nur positive Erahrungen gesammelt.
Ich habe gemerkt, dass die ecuadorianische Bevölkerung sehr offen und nett ist. Sie sind sehr gastfreundlich und immer gut gelaunt. Wenn Musik läuft tanzt jeder und ist fröhlich
Ihre Kultur ist anders als die deutsche und man merkt, dass die Menschen dort mehr an Traditionen und bestimmten Denkweisen festhalten.
In meiner Freizeit habe ich Quito und die Umgebung kennengelernt, bin auf eigene Faust mir die Stadt anschauen gegangen und habe viel mit meinen Mitbewohnern und Freunden aus der Schule unternommen. Abends sind wir zu Hause geblieben oder noch in eine Bar oder Club gegangen. Meistens waren wir typisch ecuadorianisch essen, gerade mittags für 2 oder 3 dollar.
Am Wochenende habe ich Banos, Quilotoa oder den Pichincha besucht und bin immer unterwegs gewesen.
Auf den Galapagos Inseln sind wir am Wochenende am Hafen gewesen und haben uns von dort aus die anderen Inseln angeschaut.
Bei der Betreunung habe ich ich nichts vermisst, meine Emails wurden gut beantwortet und bei Fragen und Problemen wurde mir immer geholfen. Insgesamt hat mir die Organisation sehr gut gefallen.
Auch die Betreuung während meines Aufenthaltes durch das Team vor Ort war genau nach meinen Vorstellungen.
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Leute sich dort sehr um einen gekümmert haben. Sie konnten immer jede Frage beantworten oder haben extra nach der Antwort recherchiert und dann später Bescheid gegeben. Das Engagement war sehr hoch und es ging den Mitarbeitern auch darum, dass man sich wohlfühlt und immer in Sicherheit ist. Es war alles sehr persönlich und freundlich und mit der Organisation hat alles super geklappt!
Ich war sehr positiv überrascht!
Mein Fazit:
Es war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben und ich würde es jeder Zeit wieder machen! Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Es erweitert den eigenen Horizont und macht einen innerlich glücklich! Natürlich ist es auch positiv noch eine weitere Sprache zu verstehen.”
